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Die Moschee / Das Gotteshaus Drucken E-Mail

MOSCHEE / GOTTESHAUS

R081026-0382

Die Moschee ist ein Zweigstelle des Gotteshauses Kaaba. Die Kaaba wurde vor tausenden von Jahren auf Gottes Anweisung von Abraham und seinem Sohn Ismael da errichtet, wo auch das erste Gebetshaus errichtet wurde. Dieses würfelförmige, quadratische Gotteshaus war Ziel für Pilger vieler Stämme der arabischen Halbinsel vor dem Islam.

Im Laufe der Geschichte haben die Kinder Abrahams seine eingottgläubige Religion verlassen und wandten sich zur Götzendienerei. Die Mekkaner brachten jedes Jahr etwa 360 Götterstatuen in der Kaaba unter. Der Prophet Muhammed entfernte sie aus der Kaaba und führte sie in ihre ursprüngliche Funktion zurück. Heute pilgern die Muslime jedes Jahr zu diesem Gotteshaus.

Die Moschee ist ein Baukomplex mit einem Gebetssaal und sozialen Nebenräumen oft einer Kuppel, häufig einem Minarett. Als Gotteshaus ein Ort der Zusammenkunft, Ver-sammlung und des gemeinschaftlichen Gebetes wird sie auch als vielseitige Begegnungsstätte genutzt, und dient als soziales, kulturelles, theologisch-pädagogisches und religiö-ses Zentrum. Insbesondere ist die Moschee der Ort, wo die Gläubigen ihre Gebete verrichten, in ihr kann sprituelle Ruhe und Begegnung mit Gott erfahren werden.

Die Glaubigen bauen den Stress des Alltags in dieser Ruhezone des „Sichzürückziehens" ab. Diese wichtige Funk-tion entspricht der Praxis und Tradition des Propheten Mohammed, der die erste Moschee des Islam im Jahre 622 nach Christus in der Stadt Medina im heutigen Saudi-Arabien, errichten lies. In dieser erste Moschee wurden nicht nur die Gebete verrichtet, sondern man war auch sozial tätig: Reisende und Obdachlose wurden in der Moschee unter-gebracht, Analphabeten geschult und Arme gespeist. Alle sozialen, politischen und wirtschaftlichen Belange wurden in regelmäßigen Sitzungen diskutiert, die auch vom Propheten geleitet wurden.

Wenn sich dabei die Diskussion um eine religiöse (gottesdienstliche) Angelegenheit drehte, verkündigte der Prophet die Worte Gottes und die Gemeinde gehorchte. Verständnisfragen wurden selbstverständlich von ihm erörtert. Sobald es sich jedoch um eine Frage des sozialen Lenbens handelte, fragten ihn die Teilnehmer solcher Sitzungen, ob es die persönliche Meinung des Menschen Mohammed sei oder ob Mohammed als der Gesandte Gottes die göttliche Meinung verkündete. Bei einer Meinungsäußerung der Person Mo-hammed widersprach ihm seine Gemeinde, wenn sie anderer Meinung war. Die Stimme des Volkes wurde akzeptiert, das heißt die Vorgehensweise des Propheten zu Beginn des 7.Jahrh.n. Chr. ist auch für unsere Zeit vorbildlich.

 
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